Die Upanishaden

Die Upanishaden sind der letzte Teil der Veden. Sie sind zahlreich und
enthalten göttliche Weisheit. Das Wort upanishad hat viele Bedeutungen:
schnelles Entfernen aller Unwissenheit, der Wahrheit nahe sein,
in der Nähe des Meisters sitzen.

In mehreren Versen der verschiedenen Upanishaden gibt es klare Hinweise
auf Meditation und Üben von Kriya.

Die Svetasvetar-Upanisad sagt (VI:11): "Der Eine Gott verbirgt sich in jedem
Lebewesen, dennoch durchdringt Er alles und ist das innerste Wesen in Allem.
Er vollbringt jede Arbeit, kri, und hat seinen Wohnsitz in Allem, ya.
Er ist das Zeugnis ablegende Bewußtsein, formlos und unsterblich."

Die Mundaka-Upanisad (III:1/4) beschreibt: "Brahman, Gott, ist das Allem
innewohnende Selbst. Er ist wahrlich die Wirklichkeit von Leben und Erleuchtung.
Wenn der Mensch Brahman erkennt, wird er erleuchtet. Es gibt keinen Weiseren
als den, der Gott erkannt hat. Er verrichtet alle täglichen Arbeiten als Ausdruck seines
göttlichen Selbst und seine Freude ist von Gottes Liebe durchdrungen. Er ist ein
echter Kriyavan, der Weiseste unter den weisen Menschen."

In diesem Vers erscheinen drei wichtige Worte: atmakrida, atmarati und kriyavan.
Ein Kriyavan ist jemand, der Kriya Yoga, die höchste Meditation, in jeder
Handlung, atmakrida, übt, der sich als Wahrnehmender der Seele
erfreut und atmarati - die Seele, d.h. Gott - in jedem Atemzug, Augenblick,
Gedanken, Umstand und in jeder Handlung liebt.

In derselben Upanisad steht an einer anderen Stelle (III:2/10): "Er ist der Kriyavan,
der Geliebte der Weisheit und Gott ergeben. Er hört ständig den göttlichen Ton OM,
übt die mystischen Riten subjektiver Meditation, Kriya Yoga, hat den Eid zur
Erleuchtung seines Selbst, der Wahrnehmung göttlichen Lichtes oben auf dem Kopf
geleistet und ist mit Recht qualifiziert, göttliche Weisheit und Gottesverwirklichung
zu erlangen."


Mit freundlicher Genehmigung:
Paramahamsa Hariharananda

Kriya@Yogaspirit.de